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Zeitumstellung 2026: EU am 25. Oktober, USA am 1. November – und warum die Türkei nicht mitmacht
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Zeitumstellung 2026: EU am 25. Oktober, USA am 1. November – und warum die Türkei nicht mitmacht

Wann genau am 25. Oktober 2026 in Deutschland, der EU und im Vereinigten Königreich die Uhren umgestellt werden, warum die Türkei seit 2016 bei UTC+3 geblieben ist, die neuen Zeitunterschiede bis zum 28. März 2027 und der aktuelle Stand des EU-Plans zur Abschaffung der Zeitumstellung.

Europa und Nordamerika beenden die Sommerzeit 2026 im Abstand von einer Woche. In der Europäischen Union und im Vereinigten Königreich wurden die Uhren am Sonntag, dem 25. Oktober 2026, um 01:00 UTC um eine Stunde zurückgestellt. In den Vereinigten Staaten endet die Sommerzeit am Sonntag, dem 1. November 2026, um 2:00 Uhr Ortszeit; dann werden die Uhren von 2:00 auf 1:00 Uhr zurückgestellt. Die Türkei stellt die Uhren an keinem der beiden Termine um: Seit 2016 gilt dort das ganze Jahr UTC+3. Die Umstellung in den USA findet statt, obwohl das Repräsentantenhaus am 14. Juli 2026 dafür gestimmt hat, die Sommerzeit dauerhaft einzuführen, denn der Sunshine Protection Act wurde vom Senat nicht verabschiedet. Bis zum 1. November liegt New York statt fünf nur vier Stunden hinter London; ab diesem Tag ist Istanbul New York acht Stunden voraus.

Wann wurden die Uhren in Europa zurückgestellt?

Rechtsgrundlage in der EU ist die Richtlinie 2000/84/EG über die Sommerzeitregelung. Sie legt fest, dass die Sommerzeit in allen Mitgliedstaaten am letzten Sonntag im Oktober um 1:00 Uhr Greenwich Mean Time endet und am letzten Sonntag im März zur selben Stunde beginnt. Ein Vermerk des Rates der EU vom 20. Oktober 2025 bekräftigt die Regel: Alle teilnehmenden Länder stellen gleichzeitig um, um 01:00 UTC; die örtliche Uhrzeit unterscheidet sich je nach Zeitzone. In Deutschland hatte die Nacht von Samstag, dem 24., auf Sonntag, den 25. Oktober, 25 Stunden, wie web.de am 19. Oktober 2026 berichtete: Um 3:00 Uhr wurden die Uhren auf 2:00 Uhr zurückgestellt, und die Mitteleuropäische Zeit (MEZ), offiziell Normalzeit genannt, galt wieder. Auch der Kalender der britischen Regierung führte denselben Sonntag auf: Am 25. Oktober 2026 wurden die Uhren um 2:00 Uhr zurückgestellt und am 28. März 2027 um 1:00 Uhr vorgestellt. In Deutschland wird die gesetzliche Zeit von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig festgelegt; ihre von Ekkehard Peik geleitete Abteilung Zeit und Frequenz verbreitet sie über den Langwellensender DCF77, das Internet und Satellitenverbindungen. Nach Angaben von web.de stellt dies rund 100 Millionen Funkuhren neu ein.

Die Rückkehr zur Normalzeit zählte zu den Änderungen, die deutsche Medien für Oktober 2026 auflisteten
Foto: Stern

Wann werden die Uhren in den USA 2026 zurückgestellt?

Das Bundesrecht, der Uniform Time Act in der Fassung von 15 U.S.C. 260a, legt die Sommerzeit in den Vereinigten Staaten vom zweiten Sonntag im März um 2:00 Uhr bis zum ersten Sonntag im November um 2:00 Uhr fest. 2026 ist das Sonntag, der 1. November: Um 2:00 Uhr Eastern Daylight Time werden die Uhren auf 1:00 Uhr Eastern Standard Time (UTC−5) zurückgestellt; dasselbe geschieht um 2:00 Uhr Ortszeit in den Zeitzonen Central, Mountain und Pacific. Anders als in der EU, wo alle Länder zum selben Zeitpunkt umstellen, erfolgt die Umstellung in jeder US-Zeitzone zur jeweiligen Ortszeit um 2:00 Uhr und wandert so über vier Stunden nach Westen. Bundesstaaten können per Landesgesetz auf die Sommerzeit verzichten, aber keine eigenen Umstellungstermine festlegen. Nach Angaben des US-Verkehrsministeriums gilt die Sommerzeit nicht auf Hawaii, im größten Teil Arizonas, in Puerto Rico, Guam, Amerikanisch-Samoa, den Nördlichen Marianen und den Amerikanischen Jungferninseln; dort werden die Uhren am 1. November also nicht umgestellt. Die nächste Umstellung auf Sommerzeit in den USA findet am Sonntag, dem 14. März 2027, statt – zwei Wochen vor Europa.

Kanada stellt die Uhren üblicherweise in derselben Nacht wie die USA um, doch in diesem Jahr werden weniger Kanadier dabei sein. British Columbia kündigte im März 2026 an, dass der größte Teil der Provinz dauerhaft auf Sommerzeit umstellen werde. Manitoba erklärte im September 2026, seine Uhren würden am 1. November nicht auf Normalzeit zurückgestellt, wie CBC News berichtete; Yukon hatte die Umstellungen bereits zuvor abgeschafft.

Was ist der Sunshine Protection Act – und wird er verabschiedet?

Der Sunshine Protection Act von 2025 (H.R. 139), den der republikanische Abgeordnete Vern Buchanan aus Florida am 3. Januar 2025 eingebracht hatte, würde die Sommerzeit landesweit dauerhaft einführen und die halbjährliche Umstellung auf die Sommerzeit beenden. Das Repräsentantenhaus verabschiedete ihn am 14. Juli 2026 mit 308 zu 117 Stimmen, wie aus der namentlichen Abstimmung 238 des Clerk des Repräsentantenhauses hervorgeht: 193 Republikaner, 114 Demokraten und ein Unabhängiger stimmten dafür; 22 Republikaner und 95 Demokraten dagegen. Nach dem Gesetzentwurf könnte ein Bundesstaat nur dann das ganze Jahr bei der Normalzeit bleiben, wenn er vor Inkrafttreten des Gesetzes davon Gebrauch machte, berichtete der Guardian. Der parallel eingebrachte Senatsentwurf S. 29 des republikanischen Senators Rick Scott aus Florida sowie der vom Repräsentantenhaus verabschiedete Gesetzentwurf liegen beide beim Ausschuss für Handel, Wissenschaft und Verkehr des Senats. Der Senat hatte 2022 einen ähnlichen Gesetzentwurf einstimmig verabschiedet, doch das Repräsentantenhaus stimmte nie darüber ab, und der Entwurf verfiel mit dem Ende des damaligen Kongresses.

Präsident Donald Trump hat den Senat gedrängt, den Sunshine Protection Act zu verabschieden
Foto: Elmundo

Im Senat steckt der Gesetzentwurf fest. Mehrheitsführer John Thune sagte am 5. Oktober 2026, es gebe noch keinen klaren Weg nach vorn und keinen Konsens, berichtete TIME. Der entschiedenste Gegner ist der republikanische Senator Tom Cotton aus Arkansas. Er argumentiert, eine dauerhaft geltende Sommerzeit führe im Winter zu sehr späten Sonnenaufgängen, und verweist auf das Jahr 1974, als die USA eine ganzjährige Sommerzeit einführten und wieder abschafften. Der republikanische Senator Roger Wicker aus Mississippi hat Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Kindern geäußert, die im Dunkeln auf Schulbusse warten. Präsident Donald Trump unterstützt den Gesetzentwurf und veröffentlichte am 3. Oktober 2026 offenbar Cottons Handynummer mit einem Aufruf an die Einwohner von Arkansas, ihn anzurufen. Schlafforscher vertreten eine dritte Position: Die American Academy of Sleep Medicine befürwortet stattdessen eine dauerhaft geltende Normalzeit und unterstützt einen konkurrierenden Gesetzentwurf, den Sunshine for Our Kids Act. Die öffentliche Meinung spricht sich für ein Ende der Umstellung aus, aber nicht für eine bestimmte Alternative: In einer AP-NORC-Umfrage von 2025 befürworteten nur 12 Prozent der Erwachsenen in den USA das derzeitige System, 47 Prozent lehnten es ab und 40 Prozent waren unentschieden.

Warum stellt die Türkei ihre Uhren nicht um?

Die Türkei stellte ihre Uhren am 27. März 2016 um 03:00 Uhr wie üblich vor und stellte sie danach nie wieder zurück. Ein Ministerratsbeschluss, Nr. 2016/9154, der am 8. September 2016 im Resmi Gazete (Amtsblatt) veröffentlicht wurde, machte diese Sommerzeitregelung ganzjährig gültig und legte die Zeit des Landes auf UTC+3 fest. NTV berichtete, das Energieministerium habe den Entwurf am 6. September 2016 an das Ministerpräsidium übermittelt. Rechtsgrundlage war Gesetz Nr. 697, das der Regierung erlaubt, die Sommerzeit innerhalb bestimmter Grenzen festzulegen. Der Beschluss wurde vor Gericht angefochten. Ein Elternteil beschwerte sich, dass Kinder im Winter noch vor Sonnenaufgang zur Schule fahren müssten. Hukuki Haber und NTV zufolge lehnte die 10. Kammer des Staatsrats am 9. Mai 2017 einen Antrag auf Aussetzung ab; am 14. September 2017 setzte jedoch die Vollversammlung der verwaltungsrechtlichen Kammern den Beschluss mehrheitlich aus. Sie befand, das Kabinett dürfe Beginn und Ende der Sommerzeit festlegen, sie aber nicht dauerhaft einführen. Die Regierung änderte ihren Kurs nicht: Energieminister Berat Albayrak sagte am 28. September 2017, die Türkei werde den eingeschlagenen Weg fortsetzen, und bezeichnete das Urteil als verfahrensrechtlicher Natur. Dabei verwies er auf eine Studie der Technischen Universität Istanbul, die Einsparungen von rund 540 Millionen Lira veranschlagte, wie Bianet berichtete. Die Kammer der Elektroingenieure (EMO) hatte das Gegenteil geltend gemacht und den Mehrverbrauch auf rund 7 Milliarden kWh beziffert. Seitdem gilt in der Türkei UTC+3; Dünya bestätigte am 5. Oktober 2026, dass die Uhren 2026 nicht zurückgestellt werden.

Zeitunterschied zwischen Deutschland, dem Vereinigten Königreich, den USA und der Türkei

Deutschland–Türkei: Im Sommer 1 Stunde (Berlin UTC+2, Istanbul UTC+3); vom 25. Oktober 2026 bis zum 28. März 2027 2 Stunden (Berlin UTC+1). Vereinigtes Königreich–Türkei: Im Sommer 2 Stunden (London UTC+1); vom 25. Oktober 2026 bis zum 28. März 2027 3 Stunden (London UTC+0). US-Ostküste–Türkei: Bis zum 1. November 2026 7 Stunden (New York UTC−4); vom 1. November 2026 bis zum 14. März 2027 8 Stunden (New York UTC−5). US-Westküste–Türkei: 10 Stunden, danach 11. Vereinigtes Königreich–US-Ostküste: Zwischen dem 25. Oktober und dem 1. November 2026 4 Stunden, sonst 5; Deutschland–US-Ostküste: in dieser Woche 5 Stunden, sonst 6. Dieselbe Abweichung tritt vom 14. bis zum 28. März 2027 erneut auf. Beispiel im Winter: Wenn es in Istanbul 12:00 Uhr mittags ist, ist es in Berlin, Wien, Amsterdam oder Paris 10:00 Uhr, in London 9:00 Uhr, in New York 4:00 Uhr und in Los Angeles 1:00 Uhr.

Flugpläne geben die Zeiten an Flughäfen stets in der jeweiligen Ortszeit an; Abflug in Istanbul und Ankunft in Köln oder Düsseldorf werden also jeweils nach der Ortszeit der betreffenden Stadt ausgewiesen. Seit dem 25. Oktober landet ein hypothetischer dreistündiger Flug, der um 10:00 Uhr in Istanbul startet, in Deutschland etwa um 11:00 Uhr Ortszeit statt um 12:00 Uhr. Smartphones und Funkuhren stellen sich automatisch um; türkische Medien weisen darauf hin, dass Geräte mit der Zeitzone „Türkei/Istanbul“ nicht manuell umgestellt werden müssen. Backöfen, Autouhren und Armbanduhren müssen dagegen weiterhin von Hand angepasst werden. Familien in Deutschland und im Vereinigten Königreich, die Angehörige in der Türkei anrufen, sowie alle, die grenzüberschreitende Videoanrufe, Konsular- oder Arzttermine vereinbaren, sollten die Zeitangaben sowohl für den 25. Oktober als auch für den 1. November überprüfen. Bei transatlantischen Anrufen wird die Woche dazwischen am häufigsten übersehen.

Der Flughafen Sabiha Gökçen in Istanbul und der Flughafen Köln/Bonn unterzeichneten im September 2026 eine Vereinbarung über eine Flughafenpartnerschaft
Foto: Ekonomim

Plant die EU weiterhin, die Zeitumstellung abzuschaffen?

Formell ja, aber das Vorhaben steckt seit sechs Jahren fest. Die Europäische Kommission schlug am 12. September 2018 vor, die saisonalen Zeitumstellungen abzuschaffen, nachdem sich in einer öffentlichen Konsultation 84 Prozent der Befragten dafür ausgesprochen hatten; web.de weist darauf hin, dass sich nur 4,6 Millionen Menschen beteiligten, davon drei Millionen aus Deutschland. Das Europäische Parlament stimmte am 26. März 2019 mit 410 zu 192 Stimmen bei 51 Enthaltungen für die Abschaffung und setzte 2021 als Zieljahr fest, wie Yle berichtete. Die Mitgliedstaaten im Rat konnten sich nie einigen. Am 20. Oktober 2025 forderte Spanien die Energieminister auf, die Verhandlungen wieder aufzunehmen, und argumentierte, Studien belegten keine nennenswerten Energieeinsparungen. Ministerpräsident Pedro Sánchez sagte, er sehe keinen Sinn mehr in der Zeitumstellung. 2025 hatte die polnische Ratspräsidentschaft einen zweijährigen EU-weiten Versuch mit ganzjähriger Sommerzeit vorgeschlagen; die Mitgliedstaaten verlangten weitere Analysen.

Das Hauptargument im Jahr 2026 betrifft die Gesundheit, nicht die Energie. Eine von Raymond Lam von der University of British Columbia geleitete Studie, über die dpa am 6. Oktober 2026 berichtete, kam zu dem Schluss, dass eine dauerhaft geltende Normalzeit (Winterzeit) wahrscheinlich gesünder ist als eine dauerhaft geltende Sommerzeit, weil Morgenlicht die innere Uhr stabilisiert. Schlafmedizinische Fachgesellschaften sprechen sich ebenso dafür aus. Der Bericht hält außerdem fest, dass sowohl die USA (1974) als auch Russland (2011–2014) eine dauerhaft geltende Sommerzeit ausprobierten und wieder abschafften. Die Türkei ist nicht das einzige Land außerhalb des Systems: Island, Russland, Georgien, China, Japan, Indien, Indonesien, Iran, Saudi-Arabien, Südafrika, Argentinien, Brasilien und Mexiko stellen ihre Uhren ebenfalls nicht um, wie aus einer auf dpa gestützten und am 28. März 2026 aktualisierten Übersicht von web.de hervorgeht. Mexiko stellte seine Uhren zuletzt im Herbst 2022 um; die Ukraine stimmte 2024 für die Abschaffung der Zeitumstellung, doch das Gesetz wurde nie unterzeichnet und trat nicht in Kraft.

Wie es weitergeht

1. November 2026, 2:00 Uhr Ortszeit: Die USA und der größte Teil Kanadas beenden die Sommerzeit; British Columbia und Manitoba bleiben bei der Sommerzeit; der Zeitunterschied zwischen Istanbul und New York beträgt dann 8 Stunden. Ende 2026: Eine im Februar 2026 gestartete und von Ecorys, Capgemini, Stratec und CE Delft durchgeführte Studie der Kommission soll vorgelegt werden. Laut einem Vermerk des Rates vom 3. Juni 2026 werden darin zehn Szenarien untersucht, darunter eine dauerhaft geltende Sommer- oder Winterzeit sowie neue Zeitzonengrenzen zwischen Mitgliedstaaten. 3. Januar 2027: Die Amtszeit des 119. US-Kongresses endet. Der Sunshine Protection Act verfällt, sofern der Senat ihn nicht zuvor verabschiedet und der Präsident ihn unterzeichnet. 14. März 2027: In den USA werden die Uhren vorgestellt. 28. März 2027, 01:00 UTC: In der EU und im Vereinigten Königreich werden die Uhren vorgestellt; der Zeitunterschied zwischen Deutschland und der Türkei sinkt wieder auf 1 Stunde. 31. Oktober 2027: Der nächste planmäßige Termin für die Rückstellung der Uhren in Europa – sofern die EU nichts anderes beschließt. Für eine Abschaffung sind weiterhin eine qualifizierte Mehrheit der Mitgliedstaaten im Rat und eine Einigung mit dem Parlament erforderlich.

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